Christenspinner*innen vertreiben am 21.09.!

Am 21.09. 2019 laufen wieder selbsternannte ‚Lebensschützer*innen‘ im Zuge des ‚Marsches für das Leben‘ durch Berlin. Die christlich-fundamentalistische Bewegung, mit unabstreitbaren Verbindungen in die rechte Szene, fordert ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und verurteilt diese als ‚Mord‘.

Sie versuchen Personen, die abtreiben wollen vor Kliniken abzufangen, täuschen neutrale Beratungen vor, zeigen Ärzt*innen an und wollen letztendlich das Selbstbestimmungsrecht über unsere Körper einschränken. Dies geschieht unter dem Deckmantel ‚helfen‘ zu wollen: auf der einen Seite den Personen, die gesellschaftlich zu Abtreibungen ‚gezwungen‘ würden, auf der anderen Seite um der demografischen ‚Krise‘ Einhalt zu gebieten.

Antifeministische Bewegungen und rechte Einstellungen sind miteinander verknüpft. Es gibt außerdem personelle und organisatorische Überschneidungen. Continue reading Christenspinner*innen vertreiben am 21.09.!

Die BAN empfiehlt:

Aspekte des neuen Rechtsradikalismus – Theodor W. Adorno

Auch wenn der Name Adorno eigentlich eher mit einem elitären und komplizierten Schreibstil verbunden wird, ist sein Vortrag über den neuen Rechtsradikalismus erstaunlich direkt und gut verständlich. Seine Analyse der Situation in den 60er Jahren wirkt dabei sehr aktuell und lässt sich problemlos auf Heute anwenden. Nach wie vor sind autoritärer Charakter und Taktik der Faschist*innen gleich geblieben, so bietet das Buch über innerlinke ideologische Gräben hinweg eine Bereicherung für das Verständnis der „Neuen Rechten“.

Aspekte des neuen Rechtsradikalismus – Ein Vortrag || Theodor W. Adorno

Das im Suhrkamp Verlag erschienene Buch gibt es für 10 Euro im Buchhandel eures Vertrauens oder im Internet

Das Wort zum Samstag

…egal ob beim NPD-Sommerfest in Reinickendorf oder beim potentiellen Aufmarsch von Faschos am 17.08.

#B1708 #nsstop

Infoticker ab Freitag: demoticker.org
Mobilisierungen: berlingegenrechts.de & nsverherrlichungstoppen.blogsport.eu
EA/Legal team: 030/6922222 & ea-berlin.net

Was tun am Samstag?

Wir empfehlen euch:

1. Bringt eure Fahrräder in Schuss
2. Besprecht mit euren Leuten die Lage und was ihr zusammen machen wollt
3. Habt ab Freitag ein Auge auf den Ticker: demoticker.org
4. Schickt jemanden zur Vollversammlung Freitag 20:00 in der BAIZ
5. Merkt euch die Nummer des EA (Ermittlungsausschuss): 030/6922222
6. Achtet ab Donnerstag in ganz Berlin auf Polizeigitter-Lieferungen und meldet sie
7. Habt auch ein Auge auf typische Nazitreffpunkte

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NS-Verherrlichung stoppen! Den Hess-Marsch in Berlin verhindern!

Am 17. August ist der Todestag vom Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Nachdem sich in den letzten beiden Jahren die Heß-Märsche in Berlin etablieren konnten, gibt es nun unterschiedliche mögliche Szenarien. Wie auch in den Jahren 2017 und 2018 muss entschieden Widerstand gegen diese neonazistische Großveranstaltung geleistet werden.

Das Revival der geschichtsrevisionistischen Großaufmärsche

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Die BAN empfiehlt: AIB 122

Das Antifaschistische Infoblatt (AIB) leistet seit Jahren solide investigative Arbeit und gilt wohlverdient als eine Standardadresse für Recherchen im rechten Milieu.

Nicht nur deshalb wollen wir euch eine außerordentliche Leseempfehlung für das AIB 122 mitgeben.

Die Ausgabe aus dem Frühjahr 2019 trägt den Titel „Kameradschaft Blaulicht – Rechte Netzwerke in den Sicherheitsbehörden“. Neben vielen lesenswerten Recherchen findet ihr auch einen Überblick über rechte Vorfälle und Beziehungen innerhalb der Sicherheitsbehörden der letzten Jahre: https://www.antifainfoblatt.de/artikel/rechte-akteure-deutschen-sicherheitsbeh%C3%B6rden

AUFRUF: Am 20.07. Alle nach Halle!

Die Nazi-Hipster von der „Identitären Bewegung“ (IB) laden am 20. Juli 2019 nach Halle/Saale zu einer Demonstration am Hauptbahnhof und einem „Straßenfest“ vor dem rechten Hausprojekt in der Adam-Kuckhoff-Straße 16 ein. In dem Haus wohnen einige bekannte Vertreter*innen der Identitären, sowie das ehemalige Mitglied der NPD Mario Müller. Neben ihnen beherbergt das Haus auch das Abgeordnetenbüro des AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider und den rechtsradikalen Verein Einprozent. Von der vielfach beschworenen Abgrenzung der AfD zur faschistoiden Identitären Bewegung und anderen Nazis kann also keine Rede sein.

Personelle Überschneidungen zwischen IB und AfD gibt es auch in Berlin. Continue reading AUFRUF: Am 20.07. Alle nach Halle!

Widerstand im Wedding 1919 – 1945

Sie schlagen uns die Genossen tot,
Doch der Wedding lebt und Berlin bleibt rot.
Es wächst unser heimliches Heer
Und holt das Volk seine Freiheit zurück,
Dann spürt der Faschist unsere Faust im Genick.
Wir entreißen ihm Dolch und Gewehr.“
– „Roter Wedding“ 1929

Der Arbeiter*innenbezirk Wedding war eine Hochburg kommunistischer und anarchistischer Gruppen. In der Zeit zwischen den Kriegen kämpften vor allem die KPD und die FAUD hier für eine revolutionäre Veränderung der bedrückenden Realität der Weimarer Republik.

Der Wedding war als Schwerpunkt der Arbeiter*innenbewegung auch besonders betroffen von faschistischem Terror vor und nach der Machtergreifung. Doch die Nazis trafen hier auch auf massive Gegenwehr. Antifaschist*innen leisteten Widerstand in Wort, Schrift und Tat. Viele von ihnen bezahlten dies mit ihrem Leben.

Als Basis Antifa Nordberlin wollen wir die Erinnerung an diese Kämpfe wach halten.

Deshalb luden wir euch ein zum Tresen mit Vortrag Widerstand im Wedding 1919 – 1945“. Als Referent*innen war die Forschungsgruppe historischer Antifaschismus eingeladen.

UPDATE: Vielen Dank für den informativen Vortrag, für alle die es nichtmehr in den vollbesetzten Saal geschafft haben, gibt es hier den Audiomitschnitt zum Streamen

und hier zum Download (rechtsklick → Ziel speichern unter…)